Dienstag, 20. November 2012

Papiertest - Welches Papier für Buntstifte?

Hallo liebe Bloggis,

auch wenn die Kreativität noch nicht ganz zurück ist, so hoffe ich doch, sie mit der ein oder anderen Aktivität wieder hervorzulocken. Derweil sehe ich, dass sich wieder eine neue Verfolgerin hinzugesellt hat. Ich danke dir, dass du dich als Leserin eingetragen hast und wünsche dir viel Spaß hier auf meinem Blog.

Hab ich euch schon erzählt, dass ich gern mal was teste? Na, dann wisst ihr es jetzt.

Da ich immer auf der Suche nach neuen Ideen - speziell auch neuen Colorationsmöglichkeiten und -verbesserungen bin, hab ich mir gedacht, ich teste mal verschiedene Papiersorten für die Coloration der Stempelmotive. Ich war erstaunt, wie verschieden die Papiere doch sind, besonders das Stift-auf-Papier-Gefühl ist soooo unterschiedlich, Wahnsinn. Aber ich will euch nicht lange auf die Folter spannen, los gehts.
Achso: wer ungern liest, wird sich schnell überfordert fühlen :-)))

Zum Test:

Ich habe auf jedem Blatt (das ich von hier bezogen habe) das gleiche Motiv abgestempelt und anschließend mit jeweils den gleichen Farbstiften coloriert. Dabei habe ich versucht, alle Tildas möglichst gleich zu colorieren, was natürlich nicht ganz und auch nicht ohne Patzer gelungen ist, bitte seht darüber hinweg *liebguck*.
Ich hätte nicht gedacht, dass die Unterschiede wirklich so groß sind. Die Papiere haben von Natur aus unterschiedliche Farbtöne, das beeinflußt den Test natürlich auch, trotzdem versuchte ich, objektiv zu bleiben und jedem "Schnipsel" unvoreingenommen gegenüber zu stehen. Für das Ergebnis habe ich mir während der Coloration Stichpunkte gemacht, die ich euch nicht vorenthalten möchte.
Nach dem ersten Fotoshooting habe ich alle Mützen mit einem Blenderstift (ein farbloser Buntstift) und den jeweils rechten Schuh mit Lösungsmittel behandelt. Die Ergebnisse seht ihr dann jeweils.

Verwendete Farben
Haut: Light Peach, Peach, Henna
Haare: Creme, Jasmin, Vandykebrown (Caran D´Ache), Black
Mütze, Socken...alles in rot: Crimson Red, Crimson Lake, Tuscan Red, Black
Jacke und Schuhe: Grey Green Light, SAP Green Light, Prussian Green, Black

Aber schauen wir uns die Sache mal genauer an.
Hier ist der Gesamtvergleich. Auch wenn es auf den ersten Blick nicht sichtbar ist, glaubt mir, die Unterschiede sind enorm! (Sorry für die Bildquali, aber tageslichtmäßig sieht es wirklich mau aus ;-) )


Hier kann man schon gut die unterschiedlichen Strukturen der Papiere erkennen. Grundsätzlich sind bei allen Testexemplaren (außer Karteikarte) mindestens 5 Farbschichten möglich (mehr brauchte ich nicht).
Aber wenden wir uns nun mal den einzelnen Papieren zu:

1. Die allseits beliebte Karteikarte

Bisher dachte ich, dass kein Weg an der guten Karteikarte von Exacompta vorbei führt, aber im Vergleich zu allen getesten Papieren sehe ich die Karteikarte nur auf einem der hinteren Plätze. Warum? Nun, die Stempel lassen sich ohne Probleme abdrücken, das ist perfekt, der Hund liegt in der nicht vorhandenen Struktur begraben. Karteikarten sind sehr glatt, was uns einerseits die Coloration erleichtert und sie auf den ersten Blick toll aussehen lässt, andererseits können nicht viele Farbschichten aufgetragen werden. Das ist besonders hinderlich beim Mischen von Farben und bei Colorationen, die anfangs zart ausgeführt werden und dann Schicht für Schicht intensiver werden. Noch dazu muss hier mit deutlich höherem Druck gearbeitet werden, kein Wunder also, wenn so manch einer über Handschmerzen klagt. ;-)
Was mir jedoch schon länger aufgefallen ist: Die Coloration wirkt anfangs perfekt - kräftig, satt und fein abgestuft, aber man kann praktisch zusehen, wie die Farben verblassen - obwohl ich bis dahin noch kein(!) Lösungsmittel verwendet habe. Das hat mich in letzter Zeit schon oft gewurmt. Naja.
Aber schaut euch das Ergebnis selbst an:

Die Coloration vor dem Verblenden. Kräftig, keine weißen Stellen sichtbar.
Meine Stichpunkte:
  • Papier: Karteikarte
  • Hersteller: Exacompta
  • Farbe: reinweiß
  • Struktur, Haptik: sehr glatt, relativ fest, keine Struktur erkennbar, keine weißen Stellen sichtbar
  • Malgefühl: Farbauftrag sehr soft, Coloration wirkt schnell strichig, mehr Druck erforderlich, für kleine Details sehr gut geeignet
  • Farbwirkung: relativ stumpf, oberflächlich, ohne Tiefe
  • Blenden: sehr gut möglich
  • Preisniveau: niedrig, 100 Blatt in 10x15 für ca. 3 Euro
  • Gesamtnote: 3 - 4
Hier nach dem Verblenden, ohne Vergleich sieht es sogar richtig gut aus:

Mütze und Schuh rechts verblendet.
Fazit: Für Anfänger finde ich Karteikarten toll, zum Üben taugen sie auch perfekt, aber für tolle Karten oder andere Werke sind sie nun nicht mehr meine erste Wahl ;-)

2. Das legendäre Stonehenge

Stonehenge ist besonders in den USA ein sehr beliebtes Papier. Ich wollte es schon so lange mal in die Finger bekommen, nun hat es endlich geklappt. *freu*
Mit großen Erwartungen gleich des Wunders, das jetzt geschehen würde, wenn ich den Stift ansetze, ging ich die Coloration an und: hmmmm... das soll jetzt das tolle Papier sein, von dem so viele Leute so schwärmen? Ich war ernüchtert. Was soll daran besonders sein? Es hat Struktur, ja, aber das haben andere Papiere doch auch. Hm. Na mal sehen.
Der Aha-Effekt kam mit dem Anlegen der zweiten (und weiteren) Farbschicht - dieses Papier ist einfach nicht "totzukriegen" - es nimmt artig Schicht für Schicht auf - und das ohne besonderen Druck! Es ist, als würde es seine "Fühler" sehnsüchtig nach der Stiftspitze ausstrecken und sich gestreichelt fühlen. Es ist wirklich Wahnsinn! Allerdings bleiben relativ große weiße Stellen ohne verblenden stehen, was den Gesamteindruck ein wenig trübt, aber die Farbe steht wie eine 1 auf dem Papier und der Farbauftrag ist eigentlich nie strichig, klasse.

Die Coloration vor dem Verblenden. Wirkt recht grob, die Farbe hingegen ist leuchtend und scheint tief im Papier zu liegen.
Meine Stichpunkte:
  • Papier: Stonehenge
  • Hersteller: Legion Paper
  • Farbe: helles Cremeweiß
  • Struktur, Haptik: glatt, fest, gut erkennbare leichte Struktur, relativ viele weiße Stellen
  • Malgefühl: Farbauftrag super, kein Druck erforderlich, für kleine Details gut geeignet
  • Farbwirkung: satt, intensiv, kräftig, mit Tiefe
  • Blenden: sehr gut möglich
  • Preisniveau: hoch, 15 Blatt in 13x18 für ca. 9 Euro
  • Gesamtnote: 2
 Hier nach dem Verblenden der Mütze und des rechten Schuhs:

Mütze und Schuh rechts verblendet.
Fazit: ein tolles Papier mit super Farbwirkung, dass sich perfekt für Colorationen eignet, allerdings ist Verblenden ein Muß, wenn man keine weiße Stellen sehen möchte. Ich finde hier übrigens das Verblenden mit dem Blenderstift leichter als mit Verdünner.

3. Bristol Smooth 300

Zuerst glaubt man, eine Karteikarte in der Hand zu halten. Beide Papiere sind sich von der Haptik sehr ähnlich. Aber: das Bristol schlägt die Karteikarte um Längen. Der Farbauftrag ist toll - supersoft und cremig, es bleiben kaum weiße Stellen und das Mischen und Verblenden der Farben geht perfekt. Allerdings ist auch hier ein größerer Druck notwendig und man muss aufpassen, dass die Coloration nicht schnell strichig wirkt.

Die Coloration vor dem Verblenden. Kräftig, keine weißen Stellen sichtbar.
Meine Stichpunkte:
  • Papier: Bristol Smooth 300
  • Hersteller: Strathmore
  • Farbe: creme
  • Struktur, Haptik: sehr glatt, fest, minimal leichte Struktur, nur wenig weiße Stellen
  • Malgefühl: Farbauftrag super, nur wenig Druck erforderlich, für kleine Details sehr gut geeignet
  • Farbwirkung: kräftig, mit Tiefe, allerdings nicht so satt wie das Stonehenge
  • Blenden: sehr gut möglich
  • Preisniveau: mittel, 20 Blatt in 23x30 für ca. 10 Euro
  • Gesamtnote: 2
Hier nach dem Verblenden der Mütze und des Schuhs rechts:

Mütze und Schuh rechts verblendet.
Fazit: ein tolles, preiswertes Papier, das ordentlich Farbe aufnimmt und sich trotzdem super verarbeiten lässt. Man kann direkt mit der helleren Farbe verblenden.

4. Bristol Smooth 400

Wow, wie glatt! Das war mein erster Eindruck. Und das soll funktionieren? Na, mal schauen.
Das Papier nimmt die Farben sehr soft an, es ist kein Druck notwendig. Das Malgefühl ist trotzdem zwiespältig: einerseits nimmt das Papier toll eine Schicht Farbe nach der anderen auf, andererseits aber hatte ich den Eindruck, dass das Papier zu schnell gesättigt war, was jedoch nicht stimmt. Ich glaube, hier muss ich nochmal einen zweiten Test machen ;-)

Die Coloration vor dem Verblenden. Kräftig, keine weißen Stellen sichtbar.

Meine Stichpunkte:
  • Papier: Bristol Smooth 400
  • Hersteller: Strathmore
  • Farbe: helles Creme
  • Struktur, Haptik: sehr glatt, fest, minimal erkennbare Struktur, fast keine weiße Stellen
  • Malgefühl: Farbauftrag super, kein Druck erforderlich, für kleine Details sehr gut geeignet
  • Farbwirkung: kräftig, mit Tiefe, allerdings nicht so satt und tief wie das Stonehenge, sondern in der Gesamtwirkung heller
  • Blenden: sehr gut möglich
  • Preisniveau: mittel-hoch, 15 Blatt in 23x30 für ca. 13 Euro
  • Gesamtnote: 2
Hier nach dem Verblenden der Mütze und des Schuhs rechts:


Fazit: ein tolles Papier, was sich gut anfühlt, der Farbauftrag ist super, aber es wirkt zu schnell gesättigt.

5.  Croquis

Hier habe ich mir schon gedacht, dass es eine grobe Angelegenheit wird. Das Papier ist relativ grob strukturiert, trotzdem fühlbar glatt und lässt sich gut verarbeiten. Was mich total fasziniert hat: es kommt einem vor, als nähme sich das Papier die Farbe regelrecht runter vom Stift, es ist kein Druck notwendig.Trotz der rauhen Struktur bleiben nur relativ kleine weiße Stellen im Papier. Mir gefällts!

Die Coloration vor dem Verblenden. Kräftig, viele weiße Stellen sichtbar.
Meine Stichpunkte:
  • Papier: Dessin-Croquis
  • Hersteller: Clairefontaine
  • Farbe: weiß
  • Struktur, Haptik: glatt, fest, deutlich erkennbare Wolkenstruktur, kaum weiße Stellen
  • Malgefühl: Farbauftrag super, kein Druck erforderlich, für kleine Details nicht gut geeignet
  • Farbwirkung: kräftig, mit Tiefe, angenehm
  • Blenden: gut möglich
  • Preisniveau: mittel, 35 Blatt in A4 für ca. 8 Euro
  • Gesamtnote:3
 Hier nach dem Verblenden der Mütze und des Schuhs rechts:


Fazit: ein eigentlich sehr schönes Papier, das aufgrund seiner Struktur jedoch keine kleinen Details zulässt. Schade, denn die Farben kommen wirklich toll rüber.

6. Pastelmat

Pastelmat ist eigentlich ein Pastellpapier. Irgendwo habe ich aber gelesen, dass es sich auch für Buntstifte eignen soll, also wanderte es mit in den Warenkorb. Wenn man es anfässt, denkt man, man hätte Velour in der Hand. Die Haptik ist wirklich wunderbar, ich liebte es sofort. Auch beim Colorieren enttäuschte es nicht, das Malgefühl ist einfach toll und die Farben kommen ganz toll raus. Obwohl die Optik doch recht körnig ist, gefällt es mir. Ich wette mit euch, dass ihr ständig rüberstreichen wollt, wenn ihr es in der Hand habt ;-)

Die Coloration vor dem Verblenden. Kräftig, viele weiße Stellen sichtbar.
Meine Stichpunkte:
  • Papier: Pastelmat
  • Hersteller: Clairefontaine
  • Farbe: ockergelb (mais)
  • Struktur, Haptik: samtig, fest, superfeine Struktur, viele kleine weiße Stellen
  • Malgefühl: Farbauftrag super, kein Druck erforderlich, für kleine Details gut geeignet
  • Farbwirkung: kräftig, mit Tiefe, satt
  • Blenden: gut möglich
  • Preisniveau: hoch, 12 Blatt in 18x24 für ca. 12 Euro
  • Gesamtnote: 2 - 3
Hier nach dem Verblenden der Mütze und des Schuhs rechts:


Fazit: ein tolles Papier, das sich nicht wie Papier anfühlt. Das Malgefühl ist einfach super, blenden mit dem Blenderstift geht deutlich besser als mit Verdünner.


7. Bristol Plate 500

Auch dieses Papier ähnelt der Karteikarte sehr, man kann auf die Schnelle nicht unbedingt einen Unterschied entdecken. Das Malgefühl ist aber toll, ganz soft bringt man die Farben aufs Papier. Es ähnelt mMn sehr dem Bristol Smooth 300. Beim Colorieren war ich aber eher enttäuscht, das Papier ist eindeutig zu glatt, es ist wie mit Karteikarte. Noch dazu kommen die Farben gar nicht richtig raus, alles ist zu hell und zu strichig. Ich könnte es mir aber gut für Marker vorstellen, denn für diese soll es super geeignet sein.

Die Coloration vor dem Verblenden. Etwas hell, keine weißen Stellen sichtbar.
Meine Stichpunkte:
  • Papier: Bristol Plate 500
  • Hersteller: Strathmore
  • Farbe: cremeweiß
  • Struktur, Haptik: sehr glatt, fest, superfeine Struktur, kaum weiße Stellen
  • Malgefühl: Farbauftrag super, kein Druck erforderlich, für kleine Details gut geeignet aber schnell strichig, insgesamt hellere Farben
  • Farbwirkung: kräftig, mit Tiefe,mir persönlich zu hell
  • Blenden: sehr gut möglich
  • Preisniveau: hoch, 15 Blatt in 28x36 für ca. 20 Euro
  • Gesamtnote: 3-4
 Hier nach dem Verblenden der Mütze und des Schuhs rechts:


Fazit: Für Farbstifte ist dieses Papier nicht besonders geeignet, da kann man auch gleich Karteikarten kaufen. Das Malgefühl ist zwar toll, aber mit dem Ergebnis bin ich nicht zufrieden.

8. Fabriano Accademia

Dieses Papier ist eher von der groben Sorte, es ist relativ rauh, deshalb sind feine Details kaum möglich.
Der Farbauftrag ist ziemlich trocken, erinnert an Kreide, also nicht unbedingt mein Fall. Noch dazu nimmt es unheimlich viel Farbe vom Stift - das ist dann wohl eher was für die Bleistiftfraktion, ich möchte von meinen Prismas noch ein wenig länger was haben ;-)

Die Coloration vor dem Verblenden. Kräftig, viele weißen Stellen sichtbar.
Meine Stichpunkte:
  • Papier: Fabriano Accademia
  • Hersteller:Fabriano
  • Farbe: weiß
  • Struktur, Haptik: glatt, fest, wolkige Struktur, große weiße Stellen
  • Malgefühl: Farbauftrag sehr trocken, kein Druck erforderlich, für kleine Details nicht geeignet
  • Farbwirkung: kräftig, intensiv
  • Blenden: gut möglich
  • Preisniveau: niedrig, 100 Blatt in A4 für ca. 10 Euro
  • Gesamtnote: 4
Hier nach dem Verblenden der Mütze und des Schuhs rechts:


Fazit: ein Papier, das sich durchaus super für Bleistiftzeichnungen eignet, für weiche Farbstifte finde ich es aber nicht optimal, da die Struktur einfach zu rauh ist.

9. Bristol Vellum 300

Auf den ersten Blick sieht es aus wie das optimale Colorierpapier - eine feine wolkige Struktur lässt auf tolle Eregbnisse hoffen. Nun, das Malgefühl war wirklich gut, die Farbe kommt gut und ohne besonderen Druck auf das Papier, allerdings wirkt es dabei etwas trocken, jedoch nicht kratzig. Die grobe Struktur lässt leider fast keine feinen Details zu.

Die Coloration vor dem Verblenden. Kräftig, viele weiße Stellen sichtbar.
Meine Stichpunkte:
  • Papier: Bristol Vellum 300
  • Hersteller: Strathmore
  • Farbe: cremeweiß
  • Struktur, Haptik: glatt, fest, erkennbare Struktur, viele weiße Stellen
  • Malgefühl: Farbauftrag super, kein Druck erforderlich, für kleine Details aber nicht geeignet, Farbauftrag etwas trocken
  • Farbwirkung: kräftig, mit Tiefe
  • Blenden: gut möglich
  • Preisniveau: mittel, 20 Blatt in 23x30 für ca. 10 Euro
  • Gesamtnote: 3-4
 Hier nach dem Verblenden der Mütze und des Schuhs rechts:


Fazit: eigentlich ein schönes Papier, das mit einer klein wenig feineren Struktur optimal wäre. So jedoch nicht für die Feinheiten geeignet.

10. Bristol Vellum 400

Die Struktur des Papiers ist noch etwas grober als die des Vellum 300. Kein Wunder also, dass die Coloration dementsprechend grob aussieht. Auch hier sind kaum Details möglich, trotzdem habe ich mich durchgerungen und bis zum Ende coloriert.

Die Coloration vor dem Verblenden. Kräftig, viele weiße Stellen sichtbar.
Meine Stichpunkte:
  • Papier: Bristol Vellum 400
  • Hersteller: Strathmore
  • Farbe: cremeweiß
  • Struktur, Haptik: glatt, fest, deutlich erkennbare Struktur, viele weiße Stellen
  • Malgefühl: Farbauftrag super, kein Druck erforderlich, für kleine Details aber nicht geeignet,
  • Farbwirkung: kräftig, mit Tiefe
  • Blenden: gut möglich
  • Preisniveau: hoch, 15 Blatt in 23x30 für ca. 13 Euro
  • Gesamtnote: 3-4
 Hier nach dem Verblenden der Mütze und des Schuhs rechts:



 Fazit: ein schönes Papier, leider für meine Anforderungen zu grob. Kommt nicht in die engere Auswahl.

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Ja, das wars für´s erste. Ich werde ganz sicher noch das ein oder andere Papier hinzufügen - ihr dürft mir auch gern schreiben, wenn ich eine bestimmte Papiersorte für euch testen soll.

So, und damit ihr nicht ständig hoch und runter scrollen müsst, hab ich hier noch ein paar Vergleiche für euch. Viel Spaß beim Ansehen!

Das Plate ist einfach zu glatt - hier gut ersichtlich.

trotz Unschärfe: Das Stonehenge wirkt einfach noch etwas tiefer, die Farbe geht förmlich unter das Papier. Das Croquis mag ich allerdings auch.

zwei recht grobe Papiere, das Vellum wirkt etwas feiner

Trotz grober Struktur: der Tiefeneffekt ist beim Vellum am größten.

Das Vellum ist zwar sehr grob, aber die Karteikarte wirkt dagegen sehr flach.

Das Pastelmat ist unwahrscheinlich fein in seiner Struktur.

Schwer, hier einen Favouriten zu küren.

Hach, eigentlich mag ich sie alle ;-)

Die beiden sind sich sehr ähnlich.

Die "Grobis" mit dem faszinierenden Pastelmat.
Einen 100% igen Favouriten habe ich noch nicht, das wird sich wohl erst im Laufe der nächsten Colorationen rausstellen. Welches Papier wäre denn eure Nr.1 ? Ich bin gespannt und danke euch schon jetzt für eure Kommentare!

PS: Vielleicht bekomme ich den Aquarellpapiertest nun auch endlich mal fertig ;-)

Vielen Dank für´s Vorbeischauen!

Bis bald,
krokodilli.